Künstlerresidenzen für Schriftsteller:innen, Übersetzer:innen und Illustratoren:innen
Es wird möglich sein, in einer friedlichen Umgebung, wie sie für kleine Bergdörfer typisch ist, inmitten grüner Berge und einer «Dorfgemeinschaft», die reich an Vielfalt und kulturellen Angeboten ist, unabhängig zu leben.
Den Residenzaufenthalter:innen, die ab 2025 sechs sein werden, wird die Möglichkeit geboten, vier Wochen in Poschiavo zu verbringen.
LDSAV bietet neben Unterkunft, Verpflegung und Reisekosten auch ein Cachet an, das dem von anderen Residenzen in der Schweiz oder im Ausland entspricht. Die Residenzaufenthalter:innen werden eingeladen, ihre Arbeit in der von ihnen bevorzugten Form in den örtlichen Schulen oder in der Bibliothek von Brusio vorzustellen. Für diese Begegnungen erhalten sie das vom Berufsverband AdS empfohlene Mindestcachet.
Im Gegensatz zu den meisten Schreib- und Übersetzungsresidenzen, wird LDSAV Eltern, die nicht ohne ihre minderjährigen Kinder reisen können, die Möglichkeit geben, diese mitzunehmen, und Müttern und Vätern, die dies wünschen, bei der Kontaktaufnahme mit den Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen vor Ort zu unterstützen.
Der geplante Zeitraum für den Aufenthalt von Schriftsteller:innen, Übersetzer:innen und Illustratoren:innen geht von Januar bis Dezember.
Zeitplan
- Ausschreibung für Residenzen bis 7. April 2025
- Einreichung der Bewerbungen bis zum 30. Juni 2025
- Mitteilung der ausgewählten Bewerber nach dem 31. Oktober 2025
Einige Fotos der Wohnung






KÜNSTLERISCHE RESIDENZEN – Gäste 2025
Januar – Februar: Usama Al Shahmani / Autor
Usama Al Shahmani, geboren 1971 in Bagdad und aufgewachsen in Qalat Sukar (Nasiriya), hat arabische Sprache und moderne arabische Literatur studiert. Er publizierte drei Bücher über arabische Literatur, bevor er 2002 wegen eines Theaterstücks fliehen musste und in die Schweiz kam. Er übersetzt ins Arabische, u. a. Fräulein Stark von Thomas Hürlimann, Der Islam von Peter Heine und Über die Religion von Friedrich Schleiermacher. Sein erster Roman In der Fremde sprechen die Bäume arabisch wurde mehrfach ausgezeichnet und war u. a. für das Lieblingsbuch des Deutschschweizer Buchhandels nominiert.
April: Steven Wyss / Übersetzer Französisch-Deutsch
Steven Wyss, geboren 1992 in Thun, studierte Angewandte Linguistik und Übersetzen in Winterthur und Genf sowie Literarisches Schreiben und Übersetzen an der HKB Bern. Im 2021 nahm er am Goldschmidt-Programm für junge Literaturübersetzende teil. Er lebt und arbeitet als freiberuflicher Übersetzer in Zürich. Er hat Texte verschiedener Schweizer Autor:innen (aus dem Französischen ins Deutsche) und zwei Werke von C. F. Ramuz für das Literaturjahrbuch Viceversa übersetzt.
Mai: Antoine Déprez / Illustrator
Antoine Déprez wurde 1978 in Lille, Frankreich, geboren. Er studierte Grafik in Lyon an der École Emile Cohl. Im 2002 erhielt er sein Diplom als Maler und Illustrator und zog nach Lugano. Er arbeitet als Illustrator in verschiedenen Bereichen: Kinderbuchverlage, Druckerei, Werbung. Parallel dazu arbeitet er als Maler und fertigt persönliche und private Werke an. Er unterrichtet Illustration an der SUPSI in Lugano, Bereich visuelle Kommunikation. Seit 2006 lebt und arbeitet er in Novaggio.
Juni: Malin Widén / Illustratorin

Oktober – November: Elvira Dones / Schriftstellerin

November – Dezember: Barbara Sauser / Übersetzerin
Barbara Sauser, 1974 in Bern geboren, studierte Slawistik und Musikgeschichte in Fribourg und Kasan (Russland). Nach einem Praktikum beim Diogenes Verlag arbeitete sie sieben Jahre lang als Lektorin und Pressereferentin beim Rotpunktverlag in Zürich.
Sie hat u. a. Paolo Cognetti, Paolo Di Stefano und Fabio Pusterla übersetzt.
Wir danken auch: Kulturförderung des Kantons Graubünden, Kulturförderung der Gemeinde Poschiavo, Oertli stiftung, Göhner Stiftung und Vassella Energie