Sonntag, 5. Oktober

14:30 Uhr, Casa Torre

Eugène Meiltz, vorgestellt von Carlotta Bernardoni-Jaquinta.

Schreiben in der Adoptivsprache.

(FR / IT)

Eugène wurde sechs Tage vor der ersten Betretung des Monds durch den Menschen in Bukarest geboren. Im Alter von sechs Jahren kam er in eine noch fremdere Welt: die Schweiz. Er schreibt Romane, Kurz­geschichten, Kinder­bücher, Chroniken und Theaterstücke. Seit 2008 steht er regelmässig auf der Bühne, um seine eigenen Romane zu spielen. In seinen Stücken spielt er alle Rollen: sich selbst als Sechsjährigen, seine Mutter, seinen Vater, einen Zollbeamten oder … den Diktator Nicolae Ceausescu. Eugène unterrichtet am Schweizerischen Literatur­institut, das nächstes Jahr sein zwanzig­jähriges Bestehen feiert. Lettre à mon dictateur (Slatkine, 2022) wurde mit dem Schweizer Literaturpreis ausgezeichnet und ins Italienische, Deutsche, Rumänische und Russische übersetzt. Sein neuester Roman L’ombre de la Belle (Slatkine) ist im August erschienen.

Carlotta Bernardoni-Jaquinta, geboren 1988 in Sorengo, studierte französische und russische Literatur an der Universität Lausanne. Sie war verantwortliche Redakteurin der italienischen Ausgabe des Schweizer Jahrbuchs Viceversa Literatur und Mitglied der Programm­kommission der Solothurner Literaturtage. Als Übersetzerin und Moderatorin arbeitet sie mit verschiedenen Kultur­veran­stal­tungen und Institutionen zusammen. Für Gabriele Capelli übersetzte sie La moglie von Anne-Sophie Subilia, Fucile von Odile Cornuz und Galel von Fanny Desarzens.