Künstlerresidenzen für Schriftsteller:innen, Übersetzer:innen und Illustratoren:innen

KÜNSTLERISCHE RESIDENZEN – Gäste 2026

Die aus dem Wallis stammende Autorin studierte Internationale Beziehungen und schloss ihr Studium mit einem Master in Kriminologie ab. Anschliessend arbeitete sie als Journalistin und spezialisierte sich auf Wirtschafts- und Finanzthemen. 2005 veröffentlichte sie ihren ersten Roman, L’Homme interdit, gefolgt von Cinq vivants pour un seul mort, Un roman russe et drôle und Histoire de l’homme qui ne voulait pas mourir (Schweizer Literaturpreise 2025).

Geboren und aufgewachsen in Locarno, lebt heute in Paris. Sie übersetzt zeitgenössische Belletristik aus dem Französischen und Englischen. Sie gewann unter anderem den Premio Vallombrosa Rezzori 2010 für Suttree von Cormac McCarthy, den Premio Terra Nova 2014 für Cuore di bestia von Noëlle Revaz und für ihr Gesamtwerk den Spezialpreis Übersetzung 2022 des Bundesamtes für Kultur und den Premio Enriques 2025.

Flurina Badel ist Schriftstellerin und bildende Künstlerin. Sie hat einen Master of Fine Arts in Basel erworben und am Institut für Sprachkunst der Universität für angewandte Kunst in Wien studiert. 2019 veröffentlichte sie ihren ersten Gedichtband «tinnitus tropic», für den sie einen Schweizer Literaturpreis erhielt. Ihr erster Roman «Tschiera» wurde mit dem Bündner Literaturpreis 2025 ausgezeichnet.

Die beiden arbeiten seit 2024 zusammen (Milly Miljkovic als Illustratorin, Valentina Grignoli als Autorin) und haben mehrere Verlagsprojekte realisiert. Zwei ihrer Publikationen werden 2026 bei den Verlagen Matita und ZicZic erscheinen.

Der Kinderbuchautor wurde 1980 in Winterthur geboren und studierte Deutsch (an der Princeton University in den USA) und Bildgestaltung (an der Zürcher Hochschule der Künste und der School of Visual Arts in New York). Heute schreibt er Bilderbücher, Kinderbücher und Comics. Viele seiner Werke wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet.

Camille Logoz ist Literaturübersetzerin und lebt in Lausanne. Sie übersetzt aus dem Deutschen ins Französische. Ausserdem arbeitet sie als Lehrerin und Regieassistentin. Für ihre Arbeit an Femmes sous surveillance von Iris von Roten (Antipodes, 2021) erhielt sie ein Stipendium des Kantons Wallis. 2024 gewann sie den Viceversa-Preis der Schiller-Stiftung für ihre Übersetzung von Une enfance de paille von Lika Nüssli (Atrabile, 2023).

Die Künstlerresidenzen von Lettere dalla Svizzera alla Valposchiavo sind für Personen mit Schweizer Staatsbürgerschaft (oder Wohnsitz in der Schweiz) bestimmt, die während ihres Aufenthalts in Poschiavo an der Übersetzung von Schweizer Texten arbeiten möchten.

Es wird möglich sein, in einer friedlichen Umgebung, wie sie für kleine Bergdörfer typisch ist, inmitten grüner Berge und einer «Dorfgemeinschaft», die reich an Vielfalt und kulturellen Angeboten ist, unabhängig zu leben.

Den Residenzaufenthalter:innen, die ab 2026 sechs sein werden, wird die Möglichkeit geboten, vier Wochen in Poschiavo zu verbringen.

LDSAV bietet neben Unterkunft, Verpflegung und Reisekosten auch ein Cachet an, das dem von anderen Residenzen in der Schweiz oder im Ausland entspricht. Die Residenzaufenthalter:innen werden eingeladen, ihre Arbeit in der von ihnen bevorzugten Form in den örtlichen Schulen oder in der Bibliothek von Brusio vorzustellen. Für diese Begegnungen erhalten sie das vom Berufsverband AdS empfohlene Mindestcachet.

Im Gegensatz zu den meisten Schreib- und Übersetzungsresidenzen, wird LDSAV Eltern, die nicht ohne ihre minderjährigen Kinder reisen können, die Möglichkeit geben, diese mitzunehmen, und Müttern und Vätern, die dies wünschen, bei der Kontaktaufnahme mit den Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen vor Ort zu unterstützen.

Der geplante Zeitraum für den Aufenthalt von Schriftsteller:innen, Übersetzer:innen und Illustratoren:innen geht von Januar bis Dezember.

Ausschreibung für Kunst Residenzen 2027 (PDF)

Zeitplan

  • Ausschreibung für Residenzen bis 7. April 2026
  • Einreichung der Bewerbungen bis zum 30. Juni 2026
  • Mitteilung der ausgewählten Bewerber nach dem 31. Oktober 2026

Einige Fotos der Wohnung

KÜNSTLERISCHE RESIDENZEN – Gäste 2025

Usama Al Shahmani, geboren 1971 in Bagdad und aufgewachsen in Qalat Sukar (Nasiriya), hat arabische Sprache und moderne arabische Literatur studiert. Er publizierte drei Bücher über arabische Literatur, bevor er 2002 wegen eines Theaterstücks fliehen musste und in die Schweiz kam. Er übersetzt ins Arabische, u. a. Fräulein Stark von Thomas Hürlimann, Der Islam von Peter Heine und Über die Religion von Friedrich Schleiermacher. Sein erster Roman In der Fremde sprechen die Bäume arabisch wurde mehrfach ausgezeichnet und war u. a. für das Lieblingsbuch des Deutschschweizer Buchhandels nominiert.

Steven Wyss, geboren 1992 in Thun, studierte Angewandte Linguistik und Übersetzen in Winterthur und Genf sowie Literarisches Schreiben und Übersetzen an der HKB Bern. Im 2021 nahm er am Goldschmidt-Programm für junge Literaturübersetzende teil. Er lebt und arbeitet als freiberuflicher Übersetzer in Zürich. Er hat Texte verschiedener Schweizer Autor:innen (aus dem Französischen ins Deutsche) und zwei Werke von C. F. Ramuz für das Literaturjahrbuch Viceversa übersetzt.

Antoine Déprez wurde 1978 in Lille, Frankreich, geboren. Er studierte Grafik in Lyon an der École Emile Cohl. Im 2002 erhielt er sein Diplom als Maler und Illustrator und zog nach Lugano. Er arbeitet als Illustrator in verschiedenen Bereichen: Kinderbuchverlage, Druckerei, Werbung. Parallel dazu arbeitet er als Maler und fertigt persönliche und private Werke an. Er unterrichtet Illustration an der SUPSI in Lugano, Bereich visuelle Kommunikation. Seit 2006 lebt und arbeitet er in Novaggio.

antoinedeprez.com

Malin Widén ist als freiberufliche Illustratorin und Kunstvermittlerin in Basel tätig. Sie hat Illustration Fiction und Art Education an der Hochschule Luzern – Design & Kunst studiert und arbeitet seither an Buchprojekten, führt Aufträge in den Bereichen Kultur und Bildung aus oder gibt Workshops. www.malinwiden.ch
Elvira Dones wurde 1960 in Durres, Albanien, geboren. Sie schloss ihr Studium der albanischen und englischen Literatur an der Universität Tirana ab und verliess ihr Land noch vor dem Fall der Berliner Mauer. Sie ist Schriftstellerin, Journalistin und Drehbuchautorin. Nach mehreren Romanen auf Albanisch schrieb sie auf Italienisch, unter anderem Vergine giurata (2007), Piccola guerra perfetta (2010) und La breve vita di Lukas Santana (2023).

Barbara Sauser, 1974 in Bern geboren, studierte Slawistik und Musikgeschichte in Fribourg und Kasan (Russland). Nach einem Praktikum beim Diogenes Verlag arbeitete sie sieben Jahre lang als Lektorin und Pressereferentin beim Rotpunktverlag in Zürich.

Sie hat u. a. Paolo Cognetti, Paolo Di Stefano und Fabio Pusterla übersetzt.

barbarasauser.ch

 

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